
Karlsruher SV - VSV Büchig 4:4 (2:1)
19.Spieltag - 15.03.2026
Mitreißendes Derby bleibt ohne Sieger
Nach dem Grottenkick des vergangenen
Spieltags hatten sich die KSV-ler für das Nachbarschaftstreffen einen deutlich
besseren Auftritt vorgenommen. Und sie lieferten, vornehmlich in der ersten
Hälfte, in der sie sich zur klar überlegenen Mannschaft mauserten und eine
verdiente 2:0-Führung herausschossen. Sie versäumten es allerdings, die
zahlreicheren Chancen effizienter auszunutzen und kassierten fast mit dem
Pausenpfiff stattdessen den unnötigen 2:1-Anschluss des VSV. Im zweiten
Abschnitt erzielten beiden Teams innerhalb von drei Minuten jeweils zwei Tore.
Aber nicht nur deshalb bekamen die Zuschauer eine bis in die Nachspielzeit
spannende, kampfbetonte und dennoch spielerisch ansprechende Partie mit einer
souveränen Schiedsrichterin (Chantal Kohl, KSC) zu sehen.
Die Hausherren nahmen von Beginn
an das Heft in die Hand und hatten gleich zwei gute Gelegenheiten. VSV-Keeper
Giuliano Israel war für Hassan Hout bei einer Dribbeleinlage aber Endstation
(4.) und bei der anschließenden Ecke sprang der Kopfball von Robin Schempf von
der Lattenunterkante zurück ins Feld (5.). Wenige Augenblicke später sorgte
dann ein Freistoß von Hout für die KSV-Führung. Sein Freistoß aus dem Halbfeld
fand den Weg an Freund und Feind vorbei und zu aller Überraschung den Weg ins
lange Eck zum 1:0 (6.). Die Stumpf-Truppe zeigte nun einige lange nicht
gesehene Angriffsaktionen, denen es jedoch an der letzten Konsequenz im
Abschluss fehlte. So hielt Israel einen Schuss von Dennis Bäuerle ohne Probleme
(9.), ebenso wie die Versuche von Bjarne Waßmuth (16., 17.). Bis dahin hatten
die Gäste lediglich von einem Faux-pas in der KSV-Defensive profitiert, wobei
Robin Beck eine gute Gelegenheit liegen ließ und am Kasten vorbei zielte (10.).
Als Lukas Batke eien feinen Eckball über die Querbalken gesetzt hatte (20.),
wurde die Partei ausgeglichener und Spielzüge mit Torszenen blieben nun
Mangelware. So war es nicht überraschend, dass das 2:0 aus einer sehenswerten
Einzelleistung resultierte. Dennis Bäuerle ließ einige Gegner stehen und ließ
in Arjen-Robben-Manier mit einem Flachschuss neben den entfernten Pfosten die
Anhänger jubeln (38.). Die Ernüchterung kam wenig später, als eine
Co-Produktion der Kanoukov-Entourage kurz vor dem Halbzeitpfiff die
Ausgangslage für die Stutenseer verbesserte. Vadim ließ man auf der rechten
Seite flanken und im Fünfer reagierte Marcel schneller und bugsierte die Kugel
zum 2:1 ins Tor (45.+1). Auf der anderen Seite hatte Lukas Eckert bei einer
Hereingabe von Tom Niederer noch eine Gelegenheit, konnte diese per
Direktschuss nicht genau genug platzieren (45.+2).
Nach Wiederbeginn gestaltete
sich das Match bis in die Schlussviertelstunde weiterhin ausgeglichen. Zunächst
war aber die Pfattheicher-Truppe wacher und agiler und schockte die Waldstädter
mit zwei Toren innerhalb von drei Minuten. Von der rechten Angriffsseite
brachte Christoph Joram eine Rechtsflanke in den Strafraum, wo Kapitän Batke
den Ball mit eher gemächlicher Geschwindigkeit aber zielgenau neben dem Pfosten
zum Ausgleich ins KSV-Gehäuse beförderte (49.). Nach einem Freistoß näherten
sich die KSV-ler mit einem Schulter-“Kopfball“ von Schempf zwar unverzüglich,
aber erfolglos dem VSV-Kasten (50.). Praktisch mit dem Gegenzug ließen sie sich
dann erneut über die rechte Angriffsseite überrumpeln. Robin Beck brachte
ungehindert einen gefühlvollen Flankenball in den 16-er, wo der von der unsortierten
Heimabwehr vernachlässigte Vadim Kanoukov ebenso unbehelligt mit einer
herrlichen Direktabnahme zum 2:3 Christian Becker wiederum keine Abwehrchance
ließ (51.). Die Nordsternler schüttelten sich aber schnell und fanden wieder
ins Spiel zurück. Schon der von Eckert gehaltene Versuch in der 53. Minute war
ein erstes Anzeichen und zehn Minuten später gelang ihnen ebenfalls ein
Doppelpack. Im Verlaufe eines Freistoßes kam Jan Hunfeld im dicht besetzten
Strafraum an den zu kurz abgewehrten Ball und hämmerte diesen vehement zum 3.3
in die Maschen (63.). Zwei Minuten später setzte Robin Schempf mit einem weitem
Anspiel Hout in Szene, der sich mit einem starken Dribbling in Schussposition
brachte. Aus rund 14 Metern finalisierte er dann seinen Auftritt mit einem
sehenswerten Schuss in den Torwinkel zum ebenfalls heftig bejubelten 4:3 (65.).
Hout schoss kurz darauf noch knapp am Pfosten vorbei (69.) und auch Waßmuth
verfehlte um wenige Zentimeter den Kasten (76.). In der Folge erarbeiteten sich
die Gäste mehr Spielanteile und drängten auf den Ausgleich. Der lag Sekundenbruchteile
auch in der Luft, als Marcel Hemberle stramm und platziert aus 20 Metern
abgezogen hatte. Das Erfolgserlebnis wurde nur von Teufelskerl Becker mit einer
fantastischen Parade verhindert (87.). Die Rot-Weißen ließen dennoch nicht
locker und hatten zwei Minuten später Pech, dass der Ball an der Unterkante des
Balkens abgeprallt, aber nicht sicher hinter der Linie aufgekommen war (89.).
Das eigentlich Vermeidbare sollte die Gastgeber aber dann doch noch ereilen,
und wiederum über die linke Abwehrseite eingeleitet. Diesmal war Piet Moysich
der Flankengeber, auf dessen Zuspiel V. Kanoukov erneut flinker reagiert und
zum 4:4 eingedrückt hatte (90. +3).
Kurz darauf war Schluss und die Reaktionen waren
verständlich sehr unterschiedlicher Art. Die KSV-ler werden etwas länger für
die Verarbeitung brauchen. Aber das nächste Spiel steht schon an. Und das ist
ja nicht nur der bekannten Fußballweisheit wegen so. Die Einstellung und die
gezeigten Leistungen lassen verhaltenen Optimismus zu, vor allem wenn diverse Unzulänglichkeiten
minimiert werden können (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).
Nach dem Grottenkick des vergangenen Spieltags hatten sich die KSV-ler für das Nachbarschaftstreffen einen deutlich besseren Auftritt vorgenommen. Und sie lieferten, vornehmlich in der ersten Hälfte, in der sie sich zur klar überlegenen Mannschaft mauserten und eine verdiente 2:0-Führung herausschossen. Sie versäumten es allerdings, die zahlreicheren Chancen effizienter auszunutzen und kassierten fast mit dem Pausenpfiff stattdessen den unnötigen 2:1-Anschluss des VSV. Im zweiten Abschnitt erzielten beiden Teams innerhalb von drei Minuten jeweils zwei Tore. Aber nicht nur deshalb bekamen die Zuschauer eine bis in die Nachspielzeit spannende, kampfbetonte und dennoch spielerisch ansprechende Partie mit einer souveränen Schiedsrichterin (Chantal Kohl, KSC) zu sehen.
Die Hausherren nahmen von Beginn an das Heft in die Hand und hatten gleich zwei gute Gelegenheiten. VSV-Keeper Giuliano Israel war für Hassan Hout bei einer Dribbeleinlage aber Endstation (4.) und bei der anschließenden Ecke sprang der Kopfball von Robin Schempf von der Lattenunterkante zurück ins Feld (5.). Wenige Augenblicke später sorgte dann ein Freistoß von Hout für die KSV-Führung. Sein Freistoß aus dem Halbfeld fand den Weg an Freund und Feind vorbei und zu aller Überraschung den Weg ins lange Eck zum 1:0 (6.). Die Stumpf-Truppe zeigte nun einige lange nicht gesehene Angriffsaktionen, denen es jedoch an der letzten Konsequenz im Abschluss fehlte. So hielt Israel einen Schuss von Dennis Bäuerle ohne Probleme (9.), ebenso wie die Versuche von Bjarne Waßmuth (16., 17.). Bis dahin hatten die Gäste lediglich von einem Faux-pas in der KSV-Defensive profitiert, wobei Robin Beck eine gute Gelegenheit liegen ließ und am Kasten vorbei zielte (10.). Als Lukas Batke eien feinen Eckball über die Querbalken gesetzt hatte (20.), wurde die Partei ausgeglichener und Spielzüge mit Torszenen blieben nun Mangelware. So war es nicht überraschend, dass das 2:0 aus einer sehenswerten Einzelleistung resultierte. Dennis Bäuerle ließ einige Gegner stehen und ließ in Arjen-Robben-Manier mit einem Flachschuss neben den entfernten Pfosten die Anhänger jubeln (38.). Die Ernüchterung kam wenig später, als eine Co-Produktion der Kanoukov-Entourage kurz vor dem Halbzeitpfiff die Ausgangslage für die Stutenseer verbesserte. Vadim ließ man auf der rechten Seite flanken und im Fünfer reagierte Marcel schneller und bugsierte die Kugel zum 2:1 ins Tor (45.+1). Auf der anderen Seite hatte Lukas Eckert bei einer Hereingabe von Tom Niederer noch eine Gelegenheit, konnte diese per Direktschuss nicht genau genug platzieren (45.+2).
Nach Wiederbeginn gestaltete sich das Match bis in die Schlussviertelstunde weiterhin ausgeglichen. Zunächst war aber die Pfattheicher-Truppe wacher und agiler und schockte die Waldstädter mit zwei Toren innerhalb von drei Minuten. Von der rechten Angriffsseite brachte Christoph Joram eine Rechtsflanke in den Strafraum, wo Kapitän Batke den Ball mit eher gemächlicher Geschwindigkeit aber zielgenau neben dem Pfosten zum Ausgleich ins KSV-Gehäuse beförderte (49.). Nach einem Freistoß näherten sich die KSV-ler mit einem Schulter-“Kopfball“ von Schempf zwar unverzüglich, aber erfolglos dem VSV-Kasten (50.). Praktisch mit dem Gegenzug ließen sie sich dann erneut über die rechte Angriffsseite überrumpeln. Robin Beck brachte ungehindert einen gefühlvollen Flankenball in den 16-er, wo der von der unsortierten Heimabwehr vernachlässigte Vadim Kanoukov ebenso unbehelligt mit einer herrlichen Direktabnahme zum 2:3 Christian Becker wiederum keine Abwehrchance ließ (51.). Die Nordsternler schüttelten sich aber schnell und fanden wieder ins Spiel zurück. Schon der von Eckert gehaltene Versuch in der 53. Minute war ein erstes Anzeichen und zehn Minuten später gelang ihnen ebenfalls ein Doppelpack. Im Verlaufe eines Freistoßes kam Jan Hunfeld im dicht besetzten Strafraum an den zu kurz abgewehrten Ball und hämmerte diesen vehement zum 3.3 in die Maschen (63.). Zwei Minuten später setzte Robin Schempf mit einem weitem Anspiel Hout in Szene, der sich mit einem starken Dribbling in Schussposition brachte. Aus rund 14 Metern finalisierte er dann seinen Auftritt mit einem sehenswerten Schuss in den Torwinkel zum ebenfalls heftig bejubelten 4:3 (65.). Hout schoss kurz darauf noch knapp am Pfosten vorbei (69.) und auch Waßmuth verfehlte um wenige Zentimeter den Kasten (76.). In der Folge erarbeiteten sich die Gäste mehr Spielanteile und drängten auf den Ausgleich. Der lag Sekundenbruchteile auch in der Luft, als Marcel Hemberle stramm und platziert aus 20 Metern abgezogen hatte. Das Erfolgserlebnis wurde nur von Teufelskerl Becker mit einer fantastischen Parade verhindert (87.). Die Rot-Weißen ließen dennoch nicht locker und hatten zwei Minuten später Pech, dass der Ball an der Unterkante des Balkens abgeprallt, aber nicht sicher hinter der Linie aufgekommen war (89.). Das eigentlich Vermeidbare sollte die Gastgeber aber dann doch noch ereilen, und wiederum über die linke Abwehrseite eingeleitet. Diesmal war Piet Moysich der Flankengeber, auf dessen Zuspiel V. Kanoukov erneut flinker reagiert und zum 4:4 eingedrückt hatte (90. +3).
Kurz darauf war Schluss und die Reaktionen waren
verständlich sehr unterschiedlicher Art. Die KSV-ler werden etwas länger für
die Verarbeitung brauchen. Aber das nächste Spiel steht schon an. Und das ist
ja nicht nur der bekannten Fußballweisheit wegen so. Die Einstellung und die
gezeigten Leistungen lassen verhaltenen Optimismus zu, vor allem wenn diverse Unzulänglichkeiten
minimiert werden können (Hans-Dieter Brumm, Karlsruher SV).
Karlsruher SV
Christian Elias Becker, Benjamin Bindereif (86. Jonas Klodwig), Jan Hunfeld, Robin Tom Schempf (84. Jonas Kubiak), Daniel Walz (93. Tim Hamm), Dennis Bäuerle, Michael Held, Tom Niederer, Hassan Hout (88. Pavel Bagrets), Lukas Eckert, Bjarne Waßmuth (78. Malte Oldemeier)
Trainer: Christian Stumpf
VSV Büchig
Giuliano Israel, Maximilian Kraus, Julian Böhm (79. Luca Ruf), Christoph Joram (58. Piet Moysich), Niklas Gutberlet, Robin Beck, Lukas Robert Batke, Janis Tasos Müller (79. Hendrik Hadeler), Beytullah Boran (72. Marcel Hemberle), Vadim Kanoukov, Marcel Kanoukov
Trainer: Jens Pfattheicher
Chantal
Kohl (Karlsruher SC )
81
1:0
Hassan Hout (6.) 2:0 Dennis Bäuerle (38.) 2:1 Marcel Kanoukov (45.) 2:2
Lukas Robert Batke (49.) 2:3 Vadim Kanoukov (51.) 3:3 Jan Hunfeld (63.) 4:3
Hassan Hout (65.) 4:4 Vadim Kanoukov (90.+3)
Autor: Hans-Dieter
15.03.2026
| Fußball | Herren | 1. Mannschaft |

